Dieselnetz statt Elektrifizierung im Pegnitztal

Sonntag, 3. August 2014 |  Autor:

Pressemitteilung:

├ľPNV_FrankenOberfrankens B├╝rgermeister haben sich vor kurzem zu einem Aktionsb├╝ndnis zusammengeschlossen, um endlich Bewegung in den Ausbau der Strecke N├╝rnberg-Hof bzw. N├╝rnberg-Cheb (Eger) zu bringen. Zeitgleich aber schreibt die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) diese Strecke bis Neuhaus/Peg. f├╝r den Dieselbetrieb aus. Der Fahrdraht f├╝r diese Strecke bleibt also in weiter Ferne. Darum fordert die Partei f├╝r Franken hier weiterhin eine Vorfinanzierung durch den Freistaat.

In der politischen Realit├Ąt ist es nicht selten so, dass im Hintergrund bereits Tatsachen geschaffen werden, w├Ąhrend in der Bev├Âlkerung noch Vorbehalte existieren. Einen solchen Fall erleben wir derzeit im Schienenverkehr von Mittel- und Oberfranken. Denn w├Ąhrend sich B├╝rgerinitiativen f├╝r den Erhalt der Fachwerkbr├╝cken im Pegnitztal einsetzen, B├╝rgermeister und die regionale Wirtschaft B├╝ndnisse f├╝r die Elektrifizierung der Bahnstrecke schlie├čen und sich H├Ąuslebauer rechts der Pegnitz auf die S-Bahn freuen, schreibt die Bahn das Dieselnetz aus. „Eine Ausschreibung f├╝r 10 Jahre, die noch einige Jahre l├Ąuft„, so Christan Nikol, der verkehrspolitische Sprecher der Partei f├╝r Franken. „Das hei├čt, wir sprechen hier effektiv von 15 Jahren garantiertem Dieselbetrieb auf der Strecke N├╝rnberg-Hof bzw. N├╝rnberg-Cheb (Eger)“ so Nikol weiter.

So wird die Elektrifizierung der auch f├╝r den G├╝terverkehr wichtigen Franken-Sachsen-Magistrale ein weiteres Mal nach hinten geschoben. „Wenn man sich vorstellt, dass dieser Ausbau bereits zum Mauerfall vor 24 Jahren projektiert wurde“ sagt Andreas Brandl, der Ortsvorsitzende der Partei in Lauf, „dann f├Ąllt es einem schwer nicht von fr├Ąnkischer Benachteiligung zu sprechen„. Denn schlie├člich erscheint das Projekt in jedem Verkehrswegeplan aufs Neue, doch angegangen wurde es noch nie. Stattdessen plant man wohl die Strecke Hof-Regensburg mit Fahrdraht zu versehen. „Das w├╝rde dann den G├╝terverkehr am Gro├čraum N├╝rnberg und damit an Rangierbahnhof und G├╝terverkehrszentrum im Hafen vorbeileiten“ so Brandl weiter. „Der Franken-Sachsen-Express wird wohl weiterhin in Hof einen Lokomotivenwechsel vornehmen“ so der Laufer weiter „was unzeitgem├Ą├č und vor allem unrentabel ist„.

DIE FRANKEN erneuern in diesem Zusammenhang ihre Forderung: „Der Freistaat m├╝sste diese Bauma├čnahmen dem Bund und der Bahn vorfinanzieren“ so Christian Nikol „denn wir sind uns sicher, dass das was bei der Strecke M├╝nchen-Lindau funktioniert, hier auch Erfolg haben w├╝rde.“ Immerhin ist der Ausbau ├╝berf├Ąllig.

Auch vertritt die Partei f├╝r Franken nach wie vor die Meinung, dass die BEG Frankens Probleme nicht vom entfernten M├╝nchen aus l├Âsen kann. „Bei dieser Entfernung wird nur das Bestehende verwaltet,“ so Christian Nikolaber Planungen in die Zukunft oder Fortschritt durch kreative Ideen findet nicht statt„. Die Forderung der Franken wird im Grunde genommen auch von Seehofer und S├Âder vertreten, die immer wieder beteuern, Verwaltung in die Fl├Ąche zu verlagern. Eine Verlagerung der BEG nach Franken oder eine Aufteilung in Nord und S├╝d, wie es DIE FRANKEN schon lange fordern, w├╝rden bestehende Probleme am Besten l├Âsen. N├Ąmlich dezentral und den ├Ârtlichen Gegebenheiten angepasst.


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