Stromtrassen durch Forcierung der regenerativen Energieerzeugung verhindern!

Montag, 14. Juli 2014 |  Autor:

Pressemitteilung:

IMG_9638Netzbetreiber Amprion treibt unter Protesten der Bevölkerung weiterhin seine PlĂ€ne voran, durch die Region eine 70 Meter hohe Stromtrasse zu bauen. Die Partei fĂŒr Franken begrĂŒĂŸt ausdrĂŒcklich den breiten Widerstand gegen diese Starkstromtrassen durch Franken und die Oberpfalz, bleibt aber bei dem Standpunkt, dass sich die „Monstertrassen“ nur durch eine effektivere lokale Energieerzeugung verhindern lassen. Dass nun die Durchleitung von Braunkohlestrom geleugnet wird und das strikte Nein des Landesvaters zur Stromautobahn bröckelt, war fĂŒr DIE FRANKEN zu erwarten.

Bereits im Januar dieses Jahres waren DIE FRANKEN mit konstruktiven VorschlĂ€gen zur Vermeidung der 380KV-Trasse durch regionale Stromerzeugung in die Öffentlichkeit getreten (PM „Stromautobahn nachhaltig verhindern: Die Konzepte sind vorhanden!“ vom 27.01.2014). Leider hat sich die prekĂ€re Situation kaum geĂ€ndert, noch immer sieht die Bundesnetzagentur Bedarf durch fehlende Stromerzeugung und verlangt eine Trasse von Bad LauchstĂ€dt in Sachsen-Anhalt nach Meitingen bei Augsburg.

Da die Bundesnetzagentur den Bedarf regelmĂ€ĂŸig neu ermittelt, ist es aber immer noch möglich, durch fix projektierte Vorhaben den Status der Trasse auf „nicht erforderlich“ zu setzen. Doch so löblich der Bau von WindrĂ€dern – in Bayern ohnehin erschwert – und von Solaranlagen auch ist, zur Vermeidung dieser Übertragungstrassen ist eine Energieerzeugung notwendig, die elektrische Lastprognosen (Lastganglinien) auch ausreichend abdeckt. „Das Lieblingsargument der Gegner der Energiewende ist ja die Frage ‚was ist wenn es dunkel ist und kein Wind weht‘“ so Andreas Brandl, stellvertretender Kreisvorsitzender im KV NĂŒrnberger Land. „Darum werden regenerative Energien benötigt, die durchgĂ€ngig Strom erzeugen und sich im Idealfall drosseln lassen“ so Brandl weiter.

Leider verlĂ€sst sich gerade der grĂ¶ĂŸte Stromverbraucher NĂŒrnberg in dieser Frage zu sehr auf das Umland und vergisst dabei ganz, dass die BĂŒrger die Natur als Naherholungsgebiet brauchen. Die Partei fĂŒr Franken fordert die Stadt- und LandrĂ€te erneut auf, die im Januar 2014 von ihr vorgeschlagenen Gaskraftwerke oder Ersatzbrennstoffkraftwerke in Röthenbach (Peg.) bzw. NĂŒrnberg-Eibach auf den Weg zu bringen.

Stromtrassen fĂŒr Windstrom

Dass Christine Haderthauer annimmt, man könnte die Akzeptanz der Trasse in der Bevölkerung dadurch steigern, dass man den Menschen erzĂ€hlt, es wĂŒrde nur Windstrom durch die DrĂ€hte fließen, zeigt die Ignoranz gegenĂŒber BedĂŒrfnissen und Ängsten der Anwohner. Abgesehen davon, dass eine Trennung physikalisch unmöglich ist, verĂ€ndert auch Windstrom nichts an der Furcht vor GesundheitsschĂ€den und Naturzerstörung. Zumal der Braunkohlestrom in Haderthauers PlĂ€nen ja nicht vermieden wird, sondern nur ‚wo anders hingeleitet‘ werden soll.

Vielleicht war Horst Seehofer von dieser Argumentation auch nicht so recht ĂŒberzeugt, weshalb er nun sein striktes Nein zur Stromautobahn etwas aufweicht. Dass dieser Richtungswechsel jetzt plötzlich nach Ablauf der vergangenen Landtags-, Kommunal- und Europawahlen einsetzt, verleiht der Angelegenheit ein besonderes „GschmĂ€ckle“. „Folgt jetzt wie vorausgesagt ein Meinungswechsel Seehofers nach den Wahlen? Ein Schelm wer Böses dabei denkt“ so Andreas Brandl abschließend.


Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Pressemitteilung

Kommentare und Pings sind geschlossen.