Streit um Rettungshubschrauber muss enden!

Freitag, 8. Juni 2012 |  Autor:

Pressemitteilung:

Die Partei f├╝r Franken mahnt zur Sachlichkeit und fordert eine sofortige und endg├╝ltige Entscheidung mit ausschlie├člich fachlicher und professioneller Orientierung. Politische Einzelinteressen d├╝rfen die Sicherheit der B├╝rger nicht gef├Ąhrden!

Die Partei f├╝r Franken folgt der Kontroverse um die Stationierung der Rettungshubschrauber mit gro├čem Interesse, aber auch mit zunehmender Sorge.

Seit Monaten besteht ein Tauziehen um Standorte und Einsatzgebiet unserer Rettungshubschrauber. Nun m├Âchte Innenminister Joachim Herrmann einen der beiden Rettungshubschrauber von N├╝rnberg abziehen und vor├╝bergehend nach Roth verlegen. Nach eineinhalb Jahren wolle man dann sehen wie sich dieser Standort bew├Ąhrt hat ÔÇô ein Aktionsplan mit einem Zeitraum der sicher jedem Luftrettungsspezialisten nur ein Kopfsch├╝tteln entlocken k├Ânnte. (Au├čerdem l├Ąge der Verdacht nahe dass man den Zeitraum von eineinhalb Jahren gew├Ąhlt hat um das Problem bis zur Landtagswahl auf Eis zu legen). Der N├╝rnberger Oberb├╝rgermeister Dr. Maly bef├╝rchtet dadurch eine Verschlechterung der Versorgung!
Vorher hie├č es, dass Minister Herrmann (CSU) die Stationierung eines weiteren Hubschraubers im Grenzgebiet des westlichen Mittelfrankens plane. Inzwischen wurde dieser Vorschlag vorerst verworfen da sein baden-w├╝rttembergischer Kollege Reinhold Gall (SPD) dem Plan nicht zustimmte.

Ansbachs Landrat J├╝rgen Ludwig (CSU) meldete Zweifel an dass ein bereits ├╝berlasteter Rettungshubschrauber in Roth seinen Landkreis versorgen k├Ânnte und forderte einen zus├Ątzlichen Hubschrauber. Die freien W├Ąhler stellten einen Dringlichkeitsantrag an die bayerische Staatsregierung die Versorgungsl├╝cke in West-Mittelfranken zu schlie├čen. Der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion Georg Schmid m├Âchte den Rettungshubschrauber in Donauw├Ârth, nachdem Ministerpr├Ąsident Horst Seehofer einen Rettungshubschrauber f├╝r Augsburg versprochen hatte…

Fest steht jedenfalls, dass sich im Westen Mittelfrankens ein Versorgungsloch befindet. Fest steht au├čerdem, dass einer der beiden N├╝rnberger Rettungshubschrauber bereits weitgehend ausgelastet ist und der andere meist mit ├ťberf├╝hrungsfl├╝gen unterwegs ist. Inzwischen haben sich die Krankenkassen grunds├Ątzlich bereit erkl├Ąrt die Kosten f├╝r einen zus├Ątzlichen Rettungshubschrauber zu ├╝bernehmen. Alle diese Umst├Ąnde sind bekannt, ebenso Faktoren wie der typische Einsatzradius von 60 Km. Es ist dabei ├Ąu├čerst irritierend, dass wesentliche Ergebnisse immer noch ausstehen!

Weitaus wichtigere Bedingungen unserer Luftrettung werden au├čer Acht gelassen, sollten aber die eigentlichen Prim├Ąrfaktoren f├╝r endg├╝ltige Entscheidungen sein. Wo liegen die Einsatzschwerpunkte, geographisch und medizinisch? Existiert am geplanten Einsatzort das n├Âtige Notarztpersonal und andere fach├Ąrztliche Kompetenz? Wie steht es um die Verf├╝gbarkeit medizinischer Ger├Ątschaften? Wie weit vom Einsatzort befindet sich ein Klinikum mit Maximal-Versorgung?

Diese Dinge lassen sich leicht erfassen und es besteht deshalb f├╝r ÔÇ×die FrankenÔÇť kein Grund f├╝r weitergehende Debatten. Auch fr├Ąnkische Menschenleben sind kostbar! Die Partei f├╝r Franken fordert deshalb von der bayerischen Staatsregierung eine sofortige, konkrete und endg├╝ltige Entscheidung!

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Thema: Pressemitteilung

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