Undemokratisch und eitel – DIE FRANKEN blasen zum Angriff auf Ude

Donnerstag, 29. September 2011 |  Autor:

Pressemitteilung:

Die SPD in Bayern wittert die historische Chance, den MinisterprĂ€sidenten zu stellen. Ausgerechnet Christian Ude soll es richten. Noch vor wenigen Jahren völlig undenkbar lassen die notorischen Wahlverlierer ĂŒber ihren Spitzenkandidaten heute verlauten: „Wir haben keinen Besseren“.

Als OberbĂŒrgermeister muss Ude aus AltersgrĂŒnden abdanken, doch der MĂŒnchner steht viel zu gerne im politischen Rampenlicht um mit Mitte 60 schon in Rente zu gehen. Einen Namen hat er sich vor allem als BĂŒrgerking und bayerischer Bohemien gemacht und beim Singspiel auf dem Nockherberg fragt man sich so manches Mal: welcher ist der bessere Schauspieler – die Kopie oder das Original? Demokratische Gepflogenheiten scheren den Prinz von der Isar schon lange nicht mehr. An seine Kandidatur fĂŒr die SPD, die ihm nach eigenem Bekunden sowieso zu links ist, knĂŒpfte er Bedingungen, die nur dem Prestige und den WirtschaftsmĂ€chtigen der Landeshauptstadt zu Gute kommen. So sicherte sich Ude vorab unter anderem volle UnterstĂŒtzung beim Bau des S-Bahn-Tunnels durch die Landeshauptstadt und eine 3. Startbahn fĂŒr den MĂŒnchner Airport. Ungeachtet der Proteste von UmweltschĂŒtzern und Anwohnern und der Einbußen, die auf den Flughafen NĂŒrnberg zukommen. Der Kandidat ist sich durchaus bewusst, dass sich da schon jetzt ein neues “Stuttgart21” abzeichnet, doch er gibt sich weltmĂ€nnisch und siehts gelassen. Über die Wohltaten, die er dem restlichen Bayern anzutun gedenkt, hat man dagegen von der MĂŒnchner Herrlichkeit noch nichts vernommen.

So sehr man sich in vielen Teilen Bayerns die Ablösung der CSU als Staatspartei herbei gewĂŒnscht hat – unter einem MinisterprĂ€sidenten Christian Ude kann man geradezu froh sein, wenn Franken fĂŒr Bayern das bleibt, was es heute ist, nĂ€mlich eine Kuh, die man melken kann, ohne groß in sie zu investieren. Die angeblich so breite UnterstĂŒtzung in der frĂ€nkischen Bevölkerung fĂŒr die oberbayerische Lichtgestalt, die kĂŒrzlich bei der SPD-Klausurtagung in WĂŒrzburg herauf beschworen wurde, ist lediglich herbeigeredet und eher von parteiinternen Machtinteressen geleitet sein als von der RealitĂ€t getragen. Selbst der bayerischen SPD dĂŒrfte in ihrer GötterdĂ€mmerung klar sein, dass sie mit Ude den Pokal nicht gewinnen kann. Mit aller Macht will man heraus aus der Talsohle. Dass sie aber damit dem politischen Erzfeind direkt in die HĂ€nde spielen, verdrĂ€ngen die Genossen großzĂŒgig. Doch nicht nur Seehofer und Konsorten stehen in den Startlöchern fĂŒr die nĂ€chste Landtagswahl – besonders die Franken machen sich diesmal stark fĂŒr die Zukunft ihrer Region in Bayern. Eine eigene Partei haben sie gegrĂŒndet, “damit der Bayerische Landtag nicht zur MĂŒnchner Stadtratssitzung verkommt“, so der stellvertretende Vorsitzende der Partei fĂŒr Franken, Andreas Brandl, “denn jeder wahlberechtigte Franke muss in Anbetracht der Forderungen Udes erkennen, dass dann kaum mehr Mittel fĂŒr Franken ĂŒbrig sein werden und die Partei fĂŒr Franken die einzig wahre Alternative ist“.

Andreas Brandl

(veröffentlicht am 26.09.2011 auch bei pressbot.net, OpenPR und presse-kostenlos.de)

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Thema: Glosse

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