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Bus und Schiene – Partei fĂŒr Franken fordert eine mehr bĂŒrgernahe Zusammenarbeit!

Sonntag, 6. Mai 2012 | Autor:

Pressemitteilung:

Busse und Bahnen werden von den BĂŒrgern bezahlt und sollen deren BedĂŒrfnissen deshalb auch gerecht werden! Die Partei fĂŒr Franken sieht in der VerknĂŒpfung von Bus und Schiene gewaltige Verbesserungen durch eine mehr bĂŒrgernahe Zusammenarbeit.

Bis jetzt wird der Zugverkehr durch die BEG mit Sitz in MĂŒnchen fĂŒr ganz Bayern geplant (dies schließt unsere frĂ€nkische Region ein). Der Überlandverkehr der Busse wiederum wird von den einzelnen Landkreisen bestimmt. Das hat zum Einen die Auswirkung, dass der Bus oft nicht auf den Zug abgestimmt ist. Zum Anderen wird bei den Busverbindungen auch oft ein Kirchturmdenken sichtbar. Die wenigsten Busverbindungen sind an die BedĂŒrfnisse der Bevölkerung angepasst. Sie bedienen oft nur die Schulen und ein paar Verbindungen, „weil diese schon immer so gefahren wurden“…
FĂŒr ein FlĂ€chenland wie Franken und auch im Hinblick auf die alternde Bevölkerung muss jetzt umgesteuert werden. Ein ÖPNV im Stundentakt, an den tatsĂ€chlichen BedĂŒrfnissen der Bevölkerung angepasst, wird sicherlich FahrgĂ€ste gewinnen und am Ende den Steuerzahler weniger kosten.
Erst ein attraktives Netz aus Bussen und Bahnen auch auf dem Lande, erhöht den Wohnwert und wirkt auch aktiv der Landflucht entgegen. Es garantiert eine flĂ€chendeckende Versorgung zu Einkaufszentren, Ärzten und dem kulturellen Leben, egal fĂŒr welche Altersgruppe. Dies könnte auch der jugendlichen Bevölkerung den Anschluss an Freizeitgestaltung in den Ballungszentren ermöglichen, die dann z.B. durch Einsatz von zeitgerechten ‘‘Nachtsammlern‘‘ auch nach Mitternacht wieder nach Hause kĂ€men.
Der frĂ€nkische Tourismus wĂŒrde durch einen festen Stundentakt, insbesondere an Wochenenden und in den Abendstunden, ebenfalls einen umweltfreundlichen Aufschwung erfahren.

Die Partei fĂŒr Franken setzt auf eine Verschlankung der ZustĂ€ndigkeiten und Erhöhung der Effizienz durch kĂŒrzere Wege.
Im Einzelnen setzen wir auf eine Aufspaltung der jetzigen BEG in einen Nord- und SĂŒdbereich gleich der Autobahndirektion, da wir oft beobachten, dass sich eine Abteilung mit Sitz in MĂŒnchen erfahrungsgemĂ€ĂŸ sehr wenig um die BedĂŒrfnisse wie z.B. den Großraum Coburg oder Miltenberg kĂŒmmert. FrĂ€nkische Ballungszentren wie NĂŒrnberg und WĂŒrzburg werden dabei ebenfalls oft vernachlĂ€ssigt.

Weiter muss die Planung der Busse weg von den LandratsĂ€mtern und bei dieser neuen „BEG Nord“ integriert werden um Bahn und Bus effektiv und verknĂŒpft planen zu können. Zu dem gehören auch die Bus-Verkehrskonzepte, die sich nach den VerkehrsbedĂŒrfnissen der Anwohner richtet.
Die Busse mĂŒssen im Stundentakt zu den ZĂŒgen verkehren. Gerade LinienfĂŒhrung, sternförmig von den Ballungszentren hinweg mit Zwischenverbindungen. Kleinere Ortschaften mĂŒssen mit Kleinbussen durch bedarfsorientierte Anbindung (z.B. Anruftaxi) an die Stammstrecken angebunden werden. Auch wenn dies ein ĂŒber Jahre angelegtes Projekt ist, muss jetzt damit begonnen werden.

Auch die staatliche Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) stellen wir hier in Frage. Bis jetzt trĂ€gt jeder BundesbĂŒrger ĂŒber seine Steuern (auch Mineralölsteuer) zur Finanzierung des ÖPNV bei (ĂŒber 8 Milliarden Euro). Dabei spielt es keine Rolle, ob am Wohnort ein Angebot vorhanden ist oder nicht. Die Steuerzahler haben ein Recht auf ein gerechtes Finanzierungssystem! Anwohner auf dem frĂ€nkischem Lande, die bis jetzt keinen Anschluss an den Nahverkehr haben zahlen nach dem jetzigen Finanzierungssystem den gleichen Beitrag, wie z.B. ein BĂŒrger in MĂŒnchen.
Dies wird weder dem einzelnen BĂŒrger gerecht, noch hat dadurch die öffentliche Hand Interesse den ÖPNV gerade im lĂ€ndlichen Raum bedarfsgerecht auszubauen.
Deshalb schlagen wir eine Angabe vor, die sich nach dem tatsÀchlichen, vor Ort vorhandenen Nahverkehr richtet.
Hierzu ist ein AbgabenschlĂŒssel zu erstellen, der sich an AbhĂ€ngigkeit von Verkehrsmittel (Bus oder Schiene), sowie der HĂ€ufigkeit und der Verzahnung des Liniennetzes orientiert.
Diese Abgabe könnte z.B. ĂŒber die Grundsteuer oder ĂŒber eine Art Verkehrssteuer mit erhoben werden, als Ersatz fĂŒr die jetzige Kfz-Steuer die als Steuerungselement total versagt hat. So ist es nur fair, wenn Anwohner, Mieter und GeschĂ€fte, die in gut erschlossenen Ortschaften mit den Vorteilen des erhöhten Wohnwerts wohnen, sich auch direkt an den Kosten dafĂŒr angemessen beteiligen.
Der Aufschlag darf allerdings nur in kleinen Stufen steigen, so dass eine Verbesserung des ÖPNV nicht gleichzeitig zur Bestrafung der BĂŒrger fĂŒhrt.
Man kann sich gut vorstellen was mit einer Stadt passiert, in der kein öffentlicher Nahverkehr mehr angeboten wird. Hier wĂŒrde Niemand mehr zuziehen und der Wohnwert wĂŒrde verloren gehen.

Bei diesem Konzept hĂ€tte der öffentliche Besteller der ÖPNV-Leistungen auch mehr Interesse das Liniennetz besser auszubauen, da dann eine Erweiterung nicht immer direkt laufende Mehrkosten verursachen wĂŒrde, sondern dann einen Gewinn fĂŒr alle darstellen wĂŒrde.
Eine Abschaffung der Fahrpreise wie andere Parteien fordern lehnen wir grundsĂ€tzlich ab, da sonst die Verkehrsunternehmer kein Interesse mehr haben die Fahrgastzahlen zu steigern. Hier könnte nur noch die zu erbringende Verkehrsleistung im Mittelpunkt stehen, aber nicht mehr die QualitĂ€t der Beförderung fĂŒr den einzelnen Fahrgast. Mit der Steigerung der Fahrgastzahlen muss deshalb auch das Verkehrsunternehmen angemessen belohnt werden.
Dem Fahrgast sollte es möglich sein, dass er einen begrenzten Teil der Kosten einer Jahresfahrkarte ĂŒber die SteuererklĂ€rung ausgleichen kann. Dazu sollte auch eine Sozialformel gehören, die Unzumutbarkeit (wie z.B. Schichtarbeiter ) berĂŒcksichtigt.

Politiker, die immer nur fordern, dass die BĂŒrger auf den ÖPNV umsteigen sollen, muss es endlich klar sein, das dieser erst einmal zur VerfĂŒgung stehen muss.
Außerdem wollen wir keinem das Auto verbieten wie etliche fordern, sondern eine echte Alternative anbieten, die allen Beteiligten gerecht wird.

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