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Partei f├╝r Franken fordert eigenverantwortliches fr├Ąnkisches Nahverkehrskonzept

Dienstag, 27. August 2013 | Autor:

Pressemitteilung:

Die Partei f├╝r Franken w├╝nscht sich einen gesamtfr├Ąnkischen Verkehrsverbund, der neben dem Schienenverkehr auch f├╝r die Planung der Busstrecken verantwortlich sein soll. So erhofft man sich nicht nur eine allgemein bessere Befriedigung der Nahverkehrsbed├╝rfnisse in Franken, sondern auch eine bessere Abstimmung zwischen Bus und Bahn.

Kurz vor den Wahlen sind laut formulierte Forderungen und Verbesserungsvorschl├Ąge f├╝r die Zukunft ganz normal. Komisch findet Christian Nikol, Stimmkreiskanditat der Partei f├╝r Franken in N├╝rnberg-Ost aber, dass auch die Regierungsparteien solcherlei ÔÇ×VisionenÔÇť in den Raum stellen. Beispiel gef├Ąllig? Aus der CSU werden Stimmen laut, die eine Wiederbelebung der Nebenbahn Domb├╝hl-Dinkelsb├╝hl fordern. ÔÇ×Wer fordert und gleichzeitig regiert, macht irgendetwas falschÔÇť, findet nicht nur Nikol. Man bef├╝rchtet, dass die Pl├Ąne nach der Wahl ganz schnell wieder in der Schublade verschwinden, wenn das f├╝r die Umsetzung ben├Âtigte Budget in s├╝dbayrische Verkehrsprojekte flie├čen wird.

Au├čerdem wundern sich die Franken ├╝ber die Aussagen von Fritz Czeschka: In der NN vom 31. Juli 2013 monierte er die vorhandenen Sitzplatzkapazit├Ąten. An sich sei das nachvollziehbar. Was man aber wissen muss: Herr Czeschka ist der Leiter der Bayrischen Eisenbahngesellschaft und als solcher im Auftrag der Regierungsparteien CSU und FDP verantwortlich f├╝r die Bestellung der Zugleistungen in Bayern. Nach seinen Forderungen beschaffen die Eisenbahnunternehmen (EVU) ihre Fahrzeuge. Stimmen Kapazit├Ąten und Auslastung nicht ├╝berein, so sei der Fehler in erster Linie bei Czeschka selbst zu suchen, so die Franken.

Die Partei f├╝r Franken w├╝nscht sich dar├╝ber hinaus eine Ver├Ąnderung im ├Âffentlichen Nahverkehr, die dem Bayrischen Entwicklungsprogramm gerecht wird. So fordert man Reaktivierungen von Bahnstrecken nicht nach dem gegenw├Ąrtigen, sondern entsprechend dem zuk├╝nftig m├Âglichen Potential der Verbindungen. ÔÇ×Auch die Kommunen k├Ânnen ihren Beitrag leisten, in dem sie Neubaugebiete dort ansiedeln, wo neue Bahnh├Âfe geplant sind. ├ähnlich verh├Ąlt es sich mit GewerbegebietenÔÇť, erkl├Ąrt Nikol. ÔÇ×Nur so kann man Strecken wie von Wassertr├╝dingen nach Gunzenhausen wirtschaftlich betreiben.ÔÇť Eine Weiterf├╝hrung dieser Strecke ├╝ber Pleinfeld und als Schnellzugstrecke weiter nach N├╝rnberg sei gegen├╝ber dem Personenkraftverkehr konkurrenzlos.
So sei es auch bei der Strecke Schweinfurt-Gem├╝nden ├╝ber die Wernbahn. ÔÇ×Wirtschaftlich wird so eine Reaktivierung nur, wenn man die Strecke zum Beispiel nach Lohr-Stadt weiterf├╝hrt, bis ins Industriegebiet hinein, und zus├Ątzliche Haltepunkte an der Linie schafft!ÔÇť

Auch ein ├ťberdenken des bisherigen Konzeptes f├╝r die Busverbindungen h├Ąlt die Partei f├╝r Franken f├╝r dringend notwendig. ÔÇ×Welcher Fahrgast nutzt eine Verbindung, die nur dreimal am Tag angeboten wird? Zus├Ątzlich verkehrt am Wochenende mancherorts ├╝berhaupt kein Bus mehr!ÔÇť Die Franken halten die schrittweise Umstellung der niedrigfrequentierten Busstrecken auf einen Stundentakt und eine Rekonzeptionierung der Linienf├╝hrungen f├╝r zielf├╝hrend.

Die Liste k├Ânnte endlos fortgef├╝hrt werden. Eine Einf├╝hrung eines eigenverantwortlichen Verkehrsverbundes, der f├╝r den gesamten fr├Ąnkischen ├ľPNV von der Streckenplanung bis zur Fahrzeugbeschaffung zust├Ąndig ist, k├Ânnte laut der Partei f├╝r Franken all diese Probleme l├Âsen. ÔÇ×Es ist schlichtweg grotesk, dass der Zugbetrieb in M├╝nchen zentral geplant wird, der Busbetrieb aber von den Kommunen und Landkreisen. Wir fordern deswegen einen gesamtfr├Ąnkischen Verkehrsverbund, der f├╝r alle Belange des ├Âffentlichen Personennahverkehrs eigenverantwortlich ist,ÔÇť schlie├čt Nikol die W├╝nsche der Franken ab.

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