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Endlich ein Frankentatort, doch lassen sich die Franken gegeneinander ausspielen?

Dienstag, 23. Oktober 2012 | Autor:

Pressemitteilung

Am 11. Oktober ist der Bayerische Rundfunk ĂŒber seinen Schatten gesprungen und hat ĂŒber seine Pressestelle verkĂŒndet, nun endlich auch einen Tatort aus Franken zu produzieren. Damit wĂ€re der BR nicht mehr lĂ€nger die einzige Sendeanstalt in Deutschland, die sich nur auf eine Tatort-Stadt beschrĂ€nkt. Doch nach der ersten Freude wird nun den Franken klar, dass MĂŒnchen nun wieder einen Grund hat, uns Franken gegeneinander auszuspielen.

Man kann davon ausgehen, dass die Idee von einem Tatort aus Franken nicht erst in 2010 entstanden ist. Aber genau in diesem Jahr war es, als eine Reporterin von den NĂŒrnberger Nachrichten anlĂ€sslich eines PressegesprĂ€chs nach der GrĂŒndung des Bezirksverbandes Mittelfranken der Partei fĂŒr Franken diese Tatort-Idee als unmögliche politische Forderung bezeichnete. Dass sie das schrieb, obwohl viele Franken hinterher diesen Vorschlag trotzdem begrĂŒĂŸten, sei jetzt mal der journalistischen Freiheit zugerechnet.

Als aber fast ein Jahr spĂ€ter die SPD-RundfunkrĂ€tin Inge Aures in einer Pressemitteilung ebenfalls einen Franken-Tatort forderte, waren nicht nur DIE FRANKEN verwundert, dass das jetzt plötzlich eine gefeierte Idee war. Einige wie Bad Kissingens OberbĂŒrgermeister Kay Blankenburg waren so ĂŒberzeugt, dass sie sogleich eine Bewerbung fĂŒr ihren Ort beim Bayerischen Rundfunk eingereicht haben. Doch die Rundfunk-Leute von der Isar blieben ruhig, denn schließlich war der “MĂŒnchner Tatort einfach zu erfolgreich” um einen weiteren zu installieren, so die unglaubliche Ausrede damals.

Doch die Franken-Tatort-Idee ist trotzdem weiter gereift und soll nun unter großem frĂ€nkischem Beifall Wirklichkeit werden. Wie wir Franken letztendlich auf der großen FernsehbĂŒhne wegkommen und ob wir wieder als völlig idiotisch dargestellt werden, so wie 2003 beim Tatort “Der PrĂŒgelknabe”, lassen wir jetzt mal völlig außer Acht.

Denn jetzt scheint man beim Staatsfunk wieder zu versuchen, uns Franken gegeneinander auszuspielen oder es zumindest so darzustellen. So hat vergangenen Donnerstag die Polit-Sendung “Quer” im BR einen Beitrag produziert, in dem man Passanten auf der Strasse richtig schön wettern ließ: “Nach Aschaffenburg? A naa, des muss nach WĂ€zburch” – “NatĂŒrlich muss des nach NĂ€mberch” – “Ach was, Bamberch is doch viel schöner“ war da in den schönsten Dialekt-Schattierungen zu hören.

Wie man die einzelnen Personen angesprochen hat und was die genaue Fragestellung war, sei jetzt mal dahingestellt. Aber man achtete wohl sehr darauf, dass zum Ende das Fazit auch passen wĂŒrde: Man kann es den Franken einfach nicht recht machen!

Auch beim Vorsitzenden der Partei fĂŒr Franken, Herrn Robert Gattenlöhner eine Interviewanfrage gelandet. Doch der gab zu verstehen, dass man sich auf Seiten der Partei freut, wenn ĂŒberhaupt mal was aus Franken kommt und dass ein Franken-Tatort ohnehin eine super Sache und ein Vorschlag der Partei ist.

Das hĂ€tte wohl in diesen Bericht nicht hineingepasst und hĂ€tte auf jeden Fall der Schlussaussage widersprochen. Ein Schelm also, wer böses dabei denkt, warum der BR den vereinbarten Interview-Termin ein paar Stunden spĂ€ter mit dem Hinweis die Zeit wĂ€re zu knapp platzen ließ.

FĂŒr die Partei fĂŒr Franken ist es vollkommen natĂŒrlich, dass sich die Menschen Franken nicht sofort einig sind einen Drehort zu auszuwĂ€hlen. „Denn das Frankenland hat nun mal nicht nur ein Zentrum! Franken hat Vielfalt!“, so der stellvertretende Vorsitzende Andreas Brandl.

Vorstand Robert Gattenlöhner macht sogar den Vorschlag eine “Spezial-Mordkommission” nach Bamberg zu setzen, die dann FĂ€lle in wechselnden frĂ€nkischen StĂ€dten zu lösen hat. Das Lokalkolorit der Tatort-Reihe wird weiter bedient und der Zuschauer bekommt noch mehr Abwechslung. Sollte man beim Fernsehen dahingehend Ideen suchen, dann sollte man sich einfach mal bei Schriftsteller Volker Backert in Coburg melden. Dessen erster Franken-Krimi mit dem Namen “Das Haus vom Nikolaus” behandelt nĂ€mlich KriminalfĂ€lle auf dem Samba-Festival in Coburg, der Bergkirchweih in Erlangen, dem Afrika-Festival in WĂŒrzburg und auf dem Bardentreffen in NĂŒrnberg.

Die Partei fĂŒr Franken begrĂŒĂŸt auf jeden Fall ĂŒber das neue Projekt, ganz gleich wo in Franken es spielen wird. „Hauptsach’ Franken ist im TV“ so Robert Gattenlöhner. „Wenn dann noch ein paar Schauspieler frĂ€nkeln, dann sind wir doch alle zufrieden.“

(veröffentlicht am 22.10.2012 auch bei OpenPR und bei ptext.net)

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SPD-RundfunkrÀtin fordert Franken-Tatort

Dienstag, 4. Januar 2011 | Autor:

Pressemitteilung

Die PARTEI fĂŒr FRANKEN nimmt mit freudiger Verwunderung den Vorstoß der SPD-Landtagsfraktion zur Schaffung eines Regional-Tatortes aus Franken zur Kenntnis.

„Eine Kernforderung, die bereits seit der GrĂŒndung der Regionalpartei immer wieder thematisiert wird und fĂŒr die wir auch schon PrĂŒgel als „frĂ€nkische Separatisten“ beziehen mussten„, so Robert Gattenlöhner, Parteivorsitzender der FRANKEN.

„Dabei fordern wir nur, dass die Mittel, die frĂ€nkische GEZ-Zahler seit dem Jahreswechsel nunmehr je Haushalt entrichten mĂŒssen, auch entsprechend dem regionalem Proporz bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten Verwendung finden“ fĂŒhrt JĂŒrgen Schröder, mittelfrĂ€nkischer Bezirksvorsitzender der Regionalpartei fort.

WĂŒrde man hingegen die Sendezeiten des bayerischen Rundfunkes mal hinsichtlich ihres Regionalbezuges auswerten, wĂ€re das Ergebnis bestimmt prĂ€gnant; im Gegenteil: werden dann einmal frĂ€nkische Rollen besetzt, so meist in einer Funktion als trotteliger minderintelligenter Exot, der sich irgendwie in das Umfeld der Landeshauptstadt verirrt hat und dort nicht mehr zurecht kommt.

„Dabei wĂ€re die Landeshauptstadt ohne die dorthin zwangsversetzten frĂ€nkische Beamten oder tĂ€tigen Dienstleister lĂ€ngst nicht so lebenswert. Franken leistet viel fĂŒr Bayern, nur muss man das auch kommunizieren!“ so Alexander Rosenthal, stv. Landesvorsitzender.

DIE FRANKEN haben daher diesen Umstand mehr als einmal angeprangert und finden dabei nun also auch unerwartet die UnterstĂŒtzung der bayerischen SPD, sogar in Form von Inge Aures, einer RundfunkrĂ€tin.
Dabei fĂ€llt es schon auf, dass sich die etablierten sogenannten Volksparteien ihrer sinkenden Mitgliederzahlen und der rapide abnehmenden WĂ€hlergunst bewusst werden und sich dann plötzlich schlagartig fĂŒr Franken einsetzen.

Ein gut gemachter Franken-Tatort ist in der Tat eine gute Sache und ein weiterer Schritt, das Regionalimage zu krÀftigen, Franken als Tourismusregion und Wirtschaftsstandort bekannt zu machen und somit auch zu stÀrken.

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