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S-Bahn-Franken – „Die GrĂŒnen“ v.s. „Rot-Weiss“

Freitag, 21. September 2012 | Autor:

Pressemitteilung:

Herr Dr. Martin Runge, Fraktionschef der GrĂŒnen, fordert noch mehr Geld fĂŒr die S-Bahn in MĂŒnchen. Seiner Meinung nach mĂŒssen die FahrgĂ€ste der MĂŒnchner S-Bahn wegen dem stĂ€ndigen Ausbau der Schienenverkehrswege „im Norden des Bayernlandes“ in ĂŒberfĂŒllten ZĂŒgen stehen.

„Die Partei fĂŒr Franken“ gibt hier zur reiferen Überlegung, dass seit den 70iger Jahren der MĂŒnchner Stadtverkehr stĂ€ndig mit großen Schritten ausgebaut worden ist. Hier wurden Steuergelder aus „Nordbayern“ (ĂŒblicherweise und immer noch als Franken bekannt) fĂŒr die so genannte Zukunftssicherung der Metropole MĂŒnchen verwendet!
Die Partei fĂŒr Franken lĂ€dt deshalb Herrn Dr. Runge gerne ein um im Berufsverkehr einmal eine S-Bahn im frĂ€nkischen Raum zu benutzen, denn auch hier stehen die FahrgĂ€ste, um zur Arbeit zu kommen.
Anscheinend ist Martin Runge, der Fraktionsvorsitzende der GrĂŒnen zu sehr mit Dingen wie Eurokrise, Energiepolitik, Griechenland-Rettung, Sozialstandards, ĂŒber Verkehrspolitik, bis hin zu Ladenschlussgesetze in Bayern beschĂ€ftigt, dass Fakten und wirkliche Tatsachen fĂŒr ihn etwas verschwimmen.

Über Jahre hinweg wurde bekanntermaßen eine einseitige Politik der Abwanderung von Industrie und dadurch auch der Bevölkerung im nordbayerischen Raum betrieben, wobei MĂŒnchen durch den stetig voran getriebenen Ausbau expandierte. Somit rechnen wir Herrn Runge gerne die bessere Auslastung der ZĂŒge im nunmehr bevölkerungsreicheren SĂŒden vor. Bessere Auslastung ergibt einfach weniger ZuschĂŒsse der öffentlichen Hand.

Eine derart ĂŒberzogene und haltlose „Neid-Debatte“ von einem grĂŒnen Politiker zeigt wieder einmal was Franken in Bayern wert ist.

Auch der abstrakte Vergleich mit dem Ausbau der NĂŒrnbergs S-Bahn ist unqualifiziert und zeigt lediglich bayerisch-grĂŒne WissenslĂŒcken ĂŒber die tatsĂ€chlichen Fakten.

Jeder Fahrgast, der die NĂŒrnberger S-Bahn tĂ€glich benutzt hat seine eigenen Erfahrungen mit der FrĂ€nkischen „Spar-S-Bahn“.
Richtung Bamberg fÀhrt die S-Bahn weiterhin auf der Trasse mit dem Rest des normalen, konventionellen Verkehrs. Baustellen, die den Fahrplan durcheinander bringen, gibt es hier im Monatstakt und in Richtung Ansbach fahren immer noch die Altfahrzeuge. Auch auf der Linie Roth und Altdorf sind weiter die alten Fahrzeuge mit der hohen Ausstiegskante unterwegs. So ist ein behindertengerechtes Umsteigen in Feucht von Altdorf nach Neumarkt bis heute nicht möglich.
Auch das Umsteigen in NĂŒrnberg von einer S-Bahn zur Anderen ist alles andere als einfach. Hier kann es sein dass man durch den kompletten Bahnhof laufen muss, um zum Zug nach Ansbach zu kommen.

„Die Franken“ erinnern auch daran, dass wĂ€hrend der Nahverkehr in und um MĂŒnchen herum ausgebaut wurde, es bereits StilllegungsplĂ€ne fĂŒr GrĂ€fenberg und Simmelsdorf gegeben hat. Die letzte stillgelegte Eisenbahnstrecke liegt eigenartigerweise wieder einmal in Franken und ist gar nicht so nicht lange her. Ende 1995 war das die Bahnlinie von Hassfurt nach Hofheim.

Auch die S-Bahn NĂŒrnberg wird 2017 öffentlich ausgeschrieben. Hier reicht es aber nicht, dass man einfach die Linie Allersberg ins Netz integriert.

„Die Partei fĂŒr Franken“ setzt auf ein konkretes und realistisches Konzept zur Erweiterung der S-Bahn in Franken:

  • NĂŒrnberg bis Hersbruck (nach Sanierung der Tunnel im Pegnitztal bis Neuhaus/P).
  • NĂŒrnberg nach Simmelsdorf.
  • Reaktivierung der sĂŒdlichen Ringbahn, sodass auch das SĂŒdklinikum am S-Bahnnetz angebunden wird.
  • Reaktivierung der Bibertbahn von Leichendorf ĂŒber NĂŒrnberg-Stein mit einer Kurvenverbindung auf die Ringbahn nach FĂŒrth. Anschluss in Stein nach NĂŒrnberg. Diese Verbindung wĂŒrde die zu erwartete Fahrgastbedienung nach dem Neubau des FĂŒrther Stadion bewĂ€ltigen können, da hier dann bei Gebersdorf ein Abzweig zum Stadion möglich wird.
  • Cadolzburg ĂŒber FĂŒrth und weiter ĂŒber die nördliche Ringbahn bis zum Nordostbahnhof.
  • Neustadt/Aisch ist ebenfalls in das S-Bahn-Netz auf zu nehmen.

„Die Franken“ laden die Herren aus MĂŒnchen und im speziellen den Herrn Runge gerne mal an einem Wochenende ein, um mit dem in Franken bevorzugten Nahverkehr zu fahren. So könnte man beispielsweise mal nach Hilpoltstein oder Gunzenhausen genussvoll im Zweistundentakt fahren.

Ein bisschen bezweifeln „die Franken“ aber, dass die MĂŒnchner ĂŒberhaupt hierher finden – wenn man in MĂŒnchen meint, dass Aschaffenburg bereits in Oberfranken liegt….

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