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Kissinger Stern vor der Ausschreibung – Bayerische Eisenbahngesellschaft vernachl├Ąssigt Regionalverkehr in Franken

Sonntag, 29. Januar 2012 | Autor:

Pressemitteilung:

Erfolgreich behauptete sich die Erfurter Bahn GmbH seit Ende 2004 auf den Strecken Schweinfurt-Gem├╝nden und Schweinfurt-Meiningen. Nun soll der bew├Ąhrte Bahnbetrieb ausgeschrieben und das Erfurter Unternehmen m├Âglicherweise durch einen ausl├Ąndischen Billiganbieter abgel├Âst werden. Die Partei f├╝r Franken h├Ąlt das Vorgehen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft im Hinblick auf den regionalen Schienenverkehr f├╝r planlos und fordert weitere Strukturverbesserungen f├╝r die l├Ąndlichen R├Ąume in Franken.

In wenigen Monaten werden die Bewerbungsunterlagen f├╝r den Kissinger Stern ausgegeben. Zusammen mit der Nahverkehrsservicegesellschaft Th├╝ringen (NVS) schreibt die Bayrische Eisenbahngesellschaft (BEG) in M├╝nchen als Besteller des bayerischen Schienennahverkehrs die Leistungen mit Betriebsstart zum Dezember 2014 aus. Das Ausschreibungsverfahren betrifft auch die Linien Schweinfurt-Gem├╝nden ├╝ber Bad Kissingen und Schweinfurt-Meiningen. Europaweit kann sich damit jedes beliebige Schienenunternehmen auf die Personenverkehrsdienstleistungen bewerben.

Die Partei f├╝r Franken, die sich f├╝r die Verbesserung der Zukunftschancen in den fr├Ąnkischen Regionen stark macht, fordert die Bayerische Staatsregierung auf, in Bezug auf den Schienenverkehr f├╝r einen fairen Wettbewerb zu sorgen: ÔÇ×Preisdr├╝ckerei auf dem R├╝cken der ortsans├Ąssigen Mitarbeiter ist mit uns nicht zu machen,ÔÇť so der Parteivorsitzende Robert Gattenl├Âhner. Gerade in strukturschwachen Gegenden m├╝sse der Staat sicherstellen, ÔÇ×dass markt├╝bliche L├Âhne gezahlt werdenÔÇť.

Gattenl├Âhner verweist dabei auf die unzumutbaren Zust├Ąnde in Oberfranken. Dort war es aufgrund der Neuansiedlung unerfahrener Verkehrsbetreiber monatelang zu Zugausf├Ąllen gekommen, da es dem Unternehmen nicht gelang, qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben. Schlie├člich wurde Personal aus dem Ausland im Schnellverfahren als Lokf├╝hrer eingewiesen.

Auf der Agenda der Partei f├╝r Franken steht au├čerdem die z├╝gige Verkehrserweiterung im l├Ąndlichen Franken. Die Ausschreibung m├╝sse nach Ansicht des Vorsitzenden zwei weitere Ausbaustufen beinhalten. Diese Aufforderung betrifft vor allem die Wiederinbetriebnahme der Wernbahn mit st├╝ndlichem Zugbetrieb von Schweinfurt ├╝ber Arnstein und Th├╝ngen nach Gem├╝nden und Weiterf├╝hrung ├╝ber Lohr nach Rodenbach. Auch Ortschaften wie zum Beispiel Neudorf und Sackenbach ├Ânnten dabei an die Schiene angebunden werden. In einer dritten Ausbaustufe solle sodann der Streckenbetriebs von Schweinfurt nach Gerolzhofen wieder belebt werden.

ÔÇ×Wir sehen die Arbeit der BEG und damit auch der Staatsregierung sehr kritischÔÇť, so Robert Gattenl├Âhner: ÔÇ×Da werden eindeutig Verkehrsgro├čprojekte nur im s├╝dlichen Bayern bevorzugt.ÔÇť Gattenl├Âhner schl├Ągt vor f├╝r den Norden von Bayern eine eigene Eisenbahngesellschaft zu begr├╝nden, da sich immer wieder zeige, dass M├╝nchen offenbar zu weit weg sei von den regionalen Belangen, um die Bed├╝rfnisse vor Ort auch tats├Ąchlich wahrzunehmen. So seien ├╝ber mehrere Jahre hinweg weder die Kapazit├Ątsengp├Ąsse der Mainfrankenbahn gel├Âst worden, auf der nun wieder Z├╝ge mit Altfahrzeugen verkehren, noch die Probleme bei der Agilis in Oberfranken und ebenso wenig habe man eine tragf├Ąhige L├Âsung f├╝r die Zukunft des FrankenÔÇôSachsenÔÇôExpress gefunden, denn eine Weiterf├╝hrung der Direktverbindung N├╝rnbergÔÇôDresden stehe immer noch aus.

Ausschreibung der BEG hier

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