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Neuausschreibung fĂŒr den Kissinger Stern – Ist der Zug fĂŒr den Bayern-Takt endgĂŒltig abgefahren?

Samstag, 5. Mai 2012 | Autor:

Pressemitteilung:

Die Bayrische Eisenbahn-gesellschaft (BEG) hat die Ausschreibung fĂŒr den zukĂŒnftigen Betrieb des sogenannten Kissinger Sterns gestartet. Der neue Vertrag soll ab Dezember 2014 gelten und eine Laufzeit von 12 Jahren besitzen. Die Partei fĂŒr Franken begrĂŒĂŸt diese Initiative grundsĂ€tzlich, moniert jedoch grobe MĂ€ngel an der Ausschreibung. So enthalte diese nicht die Auflage, den bestehenden Zweistundentakt auszubauen und somit ein fahrgastfreundliches Verkehrsangebot zu schaffen. Der Stundentakt wird von der BEG publikumswirksam „Bayern-Takt“ genannt. Hierbei stelle sich fĂŒr die Franken-Partei die Frage, ob das lĂ€ndliche Unterfranken von Seiten der BEG nicht als bayrisch angesehen werde.

„Das ist fĂŒr uns nicht akzeptabel,“ so der Vorsitzende der Partei fĂŒr Franken, Robert Gattenlöhner. „Immerhin zahlen die Hammelburger die gleichen Steuern wie die BĂŒrger Altbayerns. Und wir Franken sind nun einmal auch BĂŒrger Bayerns. Mit den gleichen Pflichten – aber auch mit den gleichen Rechten wie die Schwaben, OberpfĂ€lzer, Nieder- und Oberbayern auch!“

Auf der Internetseite der BEG wird ausdrĂŒcklich mit einer guten Verkehrsanbindung geworben. Dort heißt es: „Besonders wichtig ist es der BEG, allen FahrgĂ€sten in Bayern, auch im lĂ€ndlichen Raum, von frĂŒhmorgens bis spĂ€tabends einen Stundentakt bieten zu können den so genannten Bayern-Takt.“ Die Partei fĂŒr Franken kritisiert, dass ÂŹ wie immer wenn es um Investitionen gehe mit zweierlei Maß gemessen werde. Gerade eine Kurstadt wie Bad Kissingen, die eingebettet in eine reizvolle lĂ€ndliche Idylle auch ein Magnet fĂŒr den Fremdenverkehr sein könnte, sei auf eine angemessene öffentliche Infrastruktur angewiesen. Doch die Anbindung Bad Kissingens von Westen her lasse im Moment sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig. „Wenn man hier den Zug verpasst, bekommt der BEG-Slogan „Bahnland Bayern – Zeit fĂŒr dich“ eine ganz eigene Bedeutung“, so Gattenlöhner weiter, „dann hat man nĂ€mlich ganze zwei Stunden Zeit fĂŒr sich!“

Die aktuelle Ausschreibung in ihrer jetzigen Version zementiert diese unzumutbaren VerhĂ€ltnisse bis mindestens 2026. Deswegen fordert die Partei fĂŒr Franken die RĂŒcknahme und Überarbeitung der Ausschreibung. In einer neuen Version mĂŒsse die EinfĂŒhrung des Stundentaktes ebenso wie die optionale Wiederaufnahme der Verbindung Schweinfurt-GemĂŒnden ĂŒber ThĂŒngen und Arnstein als Vorrausetzung fĂŒr die Vergabe festgeschrieben werden. Andernfalls entstĂŒnde hier erneut der Eindruck, der Schienenverkehr Frankens stĂŒnde dem rund um die bayrische Landeshauptstadt MĂŒnchen benachteiligt gegenĂŒber. In MĂŒnchen wird nicht nur ein milliardenschwerer S-Bahn-Ausbau gestemmt, auch die Strecke MĂŒnchen-Lindau wird neu elektrifiziert. Dazu Gattenlöhner: „DafĂŒr sind offenbar genug Mittel in der bayerischen Staatskasse vorhanden. Doch diese Mittel mĂŒssen gerecht verteilt werden und auch der Förderung des frĂ€nkischen Schienenverkehrs zu Gute kommen.“

(veröffentlicht am 02.05.2012 auch bei OpenPR und bei ptext.net)

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Kissinger Stern vor der Ausschreibung – Bayerische Eisenbahngesellschaft vernachlĂ€ssigt Regionalverkehr in Franken

Sonntag, 29. Januar 2012 | Autor:

Pressemitteilung:

Erfolgreich behauptete sich die Erfurter Bahn GmbH seit Ende 2004 auf den Strecken Schweinfurt-GemĂŒnden und Schweinfurt-Meiningen. Nun soll der bewĂ€hrte Bahnbetrieb ausgeschrieben und das Erfurter Unternehmen möglicherweise durch einen auslĂ€ndischen Billiganbieter abgelöst werden. Die Partei fĂŒr Franken hĂ€lt das Vorgehen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft im Hinblick auf den regionalen Schienenverkehr fĂŒr planlos und fordert weitere Strukturverbesserungen fĂŒr die lĂ€ndlichen RĂ€ume in Franken.

In wenigen Monaten werden die Bewerbungsunterlagen fĂŒr den Kissinger Stern ausgegeben. Zusammen mit der Nahverkehrsservicegesellschaft ThĂŒringen (NVS) schreibt die Bayrische Eisenbahngesellschaft (BEG) in MĂŒnchen als Besteller des bayerischen Schienennahverkehrs die Leistungen mit Betriebsstart zum Dezember 2014 aus. Das Ausschreibungsverfahren betrifft auch die Linien Schweinfurt-GemĂŒnden ĂŒber Bad Kissingen und Schweinfurt-Meiningen. Europaweit kann sich damit jedes beliebige Schienenunternehmen auf die Personenverkehrsdienstleistungen bewerben.

Die Partei fĂŒr Franken, die sich fĂŒr die Verbesserung der Zukunftschancen in den frĂ€nkischen Regionen stark macht, fordert die Bayerische Staatsregierung auf, in Bezug auf den Schienenverkehr fĂŒr einen fairen Wettbewerb zu sorgen: „PreisdrĂŒckerei auf dem RĂŒcken der ortsansĂ€ssigen Mitarbeiter ist mit uns nicht zu machen,“ so der Parteivorsitzende Robert Gattenlöhner. Gerade in strukturschwachen Gegenden mĂŒsse der Staat sicherstellen, „dass marktĂŒbliche Löhne gezahlt werden“.

Gattenlöhner verweist dabei auf die unzumutbaren ZustĂ€nde in Oberfranken. Dort war es aufgrund der Neuansiedlung unerfahrener Verkehrsbetreiber monatelang zu ZugausfĂ€llen gekommen, da es dem Unternehmen nicht gelang, qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben. Schließlich wurde Personal aus dem Ausland im Schnellverfahren als LokfĂŒhrer eingewiesen.

Auf der Agenda der Partei fĂŒr Franken steht außerdem die zĂŒgige Verkehrserweiterung im lĂ€ndlichen Franken. Die Ausschreibung mĂŒsse nach Ansicht des Vorsitzenden zwei weitere Ausbaustufen beinhalten. Diese Aufforderung betrifft vor allem die Wiederinbetriebnahme der Wernbahn mit stĂŒndlichem Zugbetrieb von Schweinfurt ĂŒber Arnstein und ThĂŒngen nach GemĂŒnden und WeiterfĂŒhrung ĂŒber Lohr nach Rodenbach. Auch Ortschaften wie zum Beispiel Neudorf und Sackenbach önnten dabei an die Schiene angebunden werden. In einer dritten Ausbaustufe solle sodann der Streckenbetriebs von Schweinfurt nach Gerolzhofen wieder belebt werden.

„Wir sehen die Arbeit der BEG und damit auch der Staatsregierung sehr kritisch“, so Robert Gattenlöhner: „Da werden eindeutig Verkehrsgroßprojekte nur im sĂŒdlichen Bayern bevorzugt.“ Gattenlöhner schlĂ€gt vor fĂŒr den Norden von Bayern eine eigene Eisenbahngesellschaft zu begrĂŒnden, da sich immer wieder zeige, dass MĂŒnchen offenbar zu weit weg sei von den regionalen Belangen, um die BedĂŒrfnisse vor Ort auch tatsĂ€chlich wahrzunehmen. So seien ĂŒber mehrere Jahre hinweg weder die KapazitĂ€tsengpĂ€sse der Mainfrankenbahn gelöst worden, auf der nun wieder ZĂŒge mit Altfahrzeugen verkehren, noch die Probleme bei der Agilis in Oberfranken und ebenso wenig habe man eine tragfĂ€hige Lösung fĂŒr die Zukunft des Franken–Sachsen–Express gefunden, denn eine WeiterfĂŒhrung der Direktverbindung NĂŒrnberg–Dresden stehe immer noch aus.

Ausschreibung der BEG hier

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