Tag-Archiv für » Heinrichskrone «

Partei fĂŒr Franken kĂ€mpft um Original-Heinrichskrone

Donnerstag, 16. Februar 2012 | Autor:

Pressemitteilung:

Die Partei fĂŒr Franken ruft zum Widerstand gegen die Domschatz-Ausstellung in Bamberg auf. Dort wird eine Replik der Heinrichskrone zu sehen sein. Das kostbare Original aus dem Jahr 1280 bleibt in der MĂŒnchner Residenz. „Damit ist das Maß voll“, sagt Vorsitzender Robert Gattenlöhner. Erst vor kurzem weigerte sich die Alte Pinakothek in MĂŒnchen, Albrecht DĂŒrers „Selbstbildnis im Pelzrock“ in die Heimatstadt des KĂŒnstlers nach NĂŒrnberg zurĂŒckzugeben. „Jetzt sollen wir uns in Bamberg mit einer Nachbildung der Heinrichskrone zufrieden geben? Wir fordern MĂŒnchen auf, dass die kunsthistorisch bedeutenden Werke wieder nach Franken kommen. Nur dort gehören sie hin.“

Die aufwendig hergestellte Kopie der Heinrichskrone soll 176.000 Euro kosten. „Das ist eine irrsinnige Geldverschwendung, denn es bleibt eben eine Kopie. Wir wollen das Originalkunstwerk zurĂŒck“, sagt Gattenlöhner. „Es ist ein Skandal, dass wir wie Bittsteller um unsere gestohlenen KulturgĂŒter kĂ€mpfen mĂŒssen und immer wieder abgespeist werden sollen.“

Der Parteivorsitzende appelliert an die Bevölkerung, mit Protestbekundungen und Briefen ihren Widerstand zum Ausdruck zu bringen. „Der MĂŒnchner Kunstraub ist dreist und kriminell. Wir haben die fadenscheinigen Ausreden satt.“ Die Partei fĂŒr Franken hat im Fall des DĂŒrer-GemĂ€ldes bereits Strafanzeige gegen die Wittelsbacher Stiftung fĂŒr Kunst und Wissenschaft in MĂŒnchen gestellt.

Die goldene und mit Edelsteinen besetzte Reliquienkrone aus dem Bamberger Domschatz wurde nach dem Tod von Kaiser Heinrich geschaffen. WĂ€hrend MĂŒnchen das Original behalten will, soll die Replik einer der Höhepunkt im JubilĂ€umsjahr „1000 Jahre Bamberger Dom“ werden. Von Mittwoch, 15. Februar, bis Freitag, 17.Februar, ist die Krone im Bamberger Diözesanmuseum in einer Sonderschau und ab Mai in der Ausstellung „Dem Himmel entgegen“ zu sehen.

Die Partei fĂŒr Franken fordert im Umfeld der Bamberger Ausstellung eine breite öffentliche Diskussion ĂŒber die Beutekunst. Im 19. Jahrhundert sind laut Gattenlöhner im Zuge der SĂ€kularisation zahlreiche bedeutende frĂ€nkische KulturgĂŒter nach MĂŒnchen geschafft worden.

(veröffentlicht am 14.02.2012 auch bei OpenPR und bei ptext.net)

Thema: Pressemitteilung | Kommentare geschlossen