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Biomasse-Kraftwerk N├╝rnberg: Fragw├╝rdige ├ľko-Bilanz

Donnerstag, 17. November 2011 | Autor:

Pressemitteilung:

Am 12. Oktober wurde das Biomasse-Heizkraftwerk der N├╝rnberger N-Ergie AG in N├╝rnberg-Sandreuth in Betrieb genommen und als gro├čer Schritt auf dem Weg zum Ausbau erneuerbarer Energien in der Region gefeiert. Gleichzeitig wird Kritik an der ├ľko-Bilanz des Werkes laut: Die Partei f├╝r Franken verweist dabei auf das hohe Verkehrsaufkommen durch die anrollenden LKWs und deren Schadstoffaussto├č.

Es ist noch nicht allzu lange her, da wurde der alte Containerbahnhof in der Austra├če aufgrund der erheblichen L├Ąrmbelastung f├╝r Gostenhof, Sandreuth und die anliegenden Stadtteile an den Hafen verlegt. Oberb├╝rgermeister Ulrich Maly und die Anwohner freuten sich ├╝ber die stark verbesserte Wohnqualit├Ąt in den betroffenen Stadtgebieten. Doch nun zeichnet sich f├╝r die Sandreuther eine neue Belastung ab – ausgerechnet durch das viel gepriesene Biomasse-Kraftwerk.

51.000 Tonnen Biomasse pro Jahr, insbesondere Holzhackschnitzel aus der Region, m├╝ssen zum Werk transportiert werden. Die Lieferung soll nach dem derzeitigen Stand der Planung per LKW erfolgen. Mindestens zehn Fuhren pro Tag sind n├Âtig, um das Kraftwerk mit Brennmaterial zu versorgen. Es sei, so der Vorsitzende des Kreisverbandes N├╝rnberg, Andreas Frei ÔÇ×nur eine Frage der Zeit, wie lange es sich die Sandreuther gefallen lassen, dass die zus├Ątzliche L├Ąrmbelastung und der Verkehrsstress auf ihrem R├╝cken ausgetragen werden.ÔÇŁ

Auch die Partei f├╝r Franken begr├╝├čt jede Form der umweltfreundlichen Energieerzeugung, doch hier habe die Stadt N├╝rnberg Chancen auf eine echte Energiewende leichtfertig verspielt. Frei zeigt sich au├čerordentlich verwundert, dass man angesichts der laufenden Debatten ├╝ber die Feinstaubbelastung und die denkbar schlechte L├Ąrmbilanz der Stadt N├╝rnberg nicht auf die Schiene setze. Denn die Infrastruktur stehe nach wie vor zur Verf├╝gung, da die Kohle f├╝r das ehemalige Heizkraftwerk ebenfalls auf diesem Weg angefahren worden sei und auch der M├╝llverkehr ├╝ber die Schiene abgewickelt werde.

N├╝rnberg habe sich den Ausbau der erneuerbaren Energien auf die Fahnen geschrieben, so Frei, ÔÇ×und das ist gut so! Doch wir haben als Vorreiter in Sachen Umweltschutz auch einen Ruf zu verlierenÔÇť.

(ver├Âffentlicht am 13.11.2011 auch bei OpenPR, live-pr.com, pressehof.de, ptext.net und presse-kostenlos.de)

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